Was läuft in unserem Organismus ab, wenn wir den Ball auf uns zufliegen sehen? Wie und wie schnell kann ich reagieren?Prinzipiell ist festzuhalten, dass das Tischtennisspiel eigentlich nur ein Hin- und Herschlagen von Problemen ist: Mit jedem Schlag will ich den Gegner soweit bringen, dass er das Problem des Rückschlagens nicht mehr lösen kann. - Wer gleich zur Praxis will, der kann hier zum Reaktionstest gelangen.
WahrnehmenZunächst sammelt unser Gehirn visuelle Informationen. Für uns spielrelevant sind so z.B. Stellung und Bewegung des Balles (Schnitt, Antizipation von Platzierung und Länge): Es gilt durch eine möglichst starke Konzentration, die spielrelevanten Informationen möglichst selegierend wahrzunehmen - mit anderen Worten: sich von nichts anderem ablenken zu lassen. AnalyseUnser Hirn ordnet die angekommenen Informationen. Je erfahrender ein Spieler ist, desto besser kann er die jeweilige Spielsituation erfassen bzw. desto kleiner ist seine Mühe, die ankommenden Informationen schnell und adäquat zu analysieren. LösungUnter Berücksichtigung der technischen Fähigkeiten und taktischen Mittel wird eine geeignete Reaktion (Gegen-Handlung, Rückschlag) geplant. Motorische UmsetzungDie eigentliche Bewegung bildet den Abschluss der ersten drei Bearbeitungsphasen. Reaktion Unser Sinnesapparat ist in seiner Wahrnehmung durch eine gegebene Reaktionszeit gehemmt: Sie beträgt im Mittel 0.25 s und kann durch Training auf etwa 0.18 s verringert werden. ReflexeErlaubt es uns also die Spielsituation nicht, eine adäquate Lösung gemäss den oberen vier Stufen zu fassen, kommt es nur noch zu reflexartigen, unkontrollierten, aber oftmals hochkoordinierten Bewegungen. Der Unterschied zwischen reflexartigen und reaktionsbasierten Schlägen ist der Weg, welche die Informationen in unseren Körper nehmen: während Reaktionsschläge den gesamten Lösungsweg durchschreiten, springen die Reflexe von der Wahrnehmung direkt zur Lösung. Weltklassespieler trainieren sich Reflexe an!
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